Wanderweg, blühende Mandelbäume am Wegesrand unter blauem Himmel auf Mallorca
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Ses Fonts Ufanes – oder Ausflug in den Zauberwald

Ein Ausflug zu den Ses Fonts Ufanes lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Wir haben die entspannte Wanderung auf dem Landgut Gabellí Petit schon im Frühling, im Hochsommer und im tiefsten Winter genossen und immer war der Ausflug sehr sehenswert. Im Winter hält das romantische Waldstück in Mallorcas Norden noch ein besonderes Highlight für seine Besucher bereit, welches nur die wenigsten Touristen zu Gesicht bekommen. Dazu aber erzählen wir euch später mehr.

Wanderweg, Kind, Mann und Berner Sennenhund unterwegs in den Ses Fonts Ufanes auf Mallorca

Wo parken?

Das Gelände der Ses Fonts Ufanes findet ihr bei Campanet unweit der Höhlen von Campanet im Tal „Valle de San Miquel“. Euer Auto könnt ihr in den Seitenstraßen am Straßenrand, an der kleinen, süßen Pfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert oder an den Höhlen parken – was meistens kein großes Problem darstellt. Es sei denn, die Quellen sprudeln, aber dazu, wie schon versprochen, später mehr! Der Eingang zum Gelände befindet sich zwischen der Pfarrkirche und den Höhlen auf der linken Straßenseite.

Schild für die Ses Font Ufanes - Hunde sind an der Leine erlaubt

Der Eingang

Lasst euch von dem scheinbar verschlossenen Tor nicht abschrecken – über die wenigen Stufen der kleinen Treppe gelangt ihr zu einer selbstschließenden Holztür und könnt zu den Ses Fonts Ufanes eintreten – das Gelände ist offiziell zwischen 10-17 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet. Auch Hunde sind erlaubt, aber an der Leine zu führen.

Johannesbrotbaum auf Feld

Vorbei an malerischer Landschaft

Der Rundweg startet mit einer Ebene vorbei an weiten Wiesen mit grasenden Schafen, ausladenden Johannesbrotbäumen, Mandelbäumen und den für Mallorca typischen Steineichen. Das erste Stück, für das ihr etwa 20 Minuten braucht, ist leicht zu gehen – lediglich im Hochsommer ist es dank der wenigen Schattenplätze etwas beschwerlich. Der Blick über die weite Landschaft bis zu den Bergen ist herrlich und die Ruhe wirkt wunderbar entschleunigend. Mit etwas Glück könnt ihr auch wilde Ziegen entdecken, die auf der Suche nach Futter über die weiten Felder ziehen.

Junge sitzt auf großem Strein und schaut in die Landschaft

Malerisch schlängelt sich der Weg durch die Landschaft bis er sich dann gabelt – einmal bergauf oder wahlweise rechts entlang. Die Macht der Gewohnheit macht, dass wir hier an den dicken Steinen stets rechts abbiegen – im Grunde aber spielt es keine Rolle, denn da es ein Rundweg ist, kommt ihr auch andersherum wieder zum Ziel.

Baden verboten!

Kurze Zeit später kommt ihr an eine kleine Bücke. Ein Schild verbiete das Schwimmen. „Schwimmen“, werdet ihr euch jetzt fragen? Es ist Anfang Januar und kein Tropfen Wasser fließt im steinigen Flussbett. Wenig einladend ist es, hier die Badehose auszupacken. Doch ihr werdet staunen, wenn ihr an einem Wintertag nach starken Regenfällen den kleinen Wald betretet. Dann sprudeln nämlich dank einer riesigen unterirdischen Wasserader, die aus den starken Regenfällen gefüllt wird und dank der harten Lehmschicht, die das Wasser nicht versickern lassen kann, überall aus dem Waldboden kleine Quellen. Diese plötzlich große Wassermenge sammelt sich in teils sehr eindrucksvollen Flussbetten und rauscht mit Getöse durch den sonst so beschaulichen Wald.

Ses Fonts Ufanes - Quellen im Wald von Campanet

Ihr müsst euch beeilen, um das Schauspiel zu bewundern!

Ein Naturschauspiel, das unbedingt sehenswert ist. Jedoch müsst ihr euch beeilen, wenn ihr die Meldung im Radio aufschnappt. Denn in der Regel ist das sehr seltene Naturschauspiel schon nach zwei bis drei Tagen wieder vorbei. Nur etwa drei bis sechs Mal zeigen sich in den Wintermonaten die Quellen überhaupt. In diesen Tagen scheint allerdings dann auch halb Mallorca auf den Beinen zu sein und der Wald füllt sich mit Menschenscharen. Auch das Parken vor dem Park stellt sich dann als wahre Herausforderung heraus.

Junge mit Rucksack und Hund schaut sich Insektenhotel an

Meistens aber geht es im Steineichenwald ganz entspannt zu. Der schöne Wald und die malerische Ebene bieten auch für einen Spaziergang mit Kindern eine herrliche Kulisse, um vom Alltagstrubel zu entspannen. Nachdem ihr also nun die kleine Brücke überquert habt, gelangt ihr in den eigentlichen Wald. Direkt am Eingang könnt ihr ein Insektenhotel bestaunen. Die Ruhe ist himmlisch. Und im Sommer findet ihr hier ein herrlich kühles Plätzchen, falls ihr mal eine kleine Pause von der Sonne braucht.

Ein schöner Platz für ein Picknick

Nach einigen Metern kreuzen sich die Wege und eine Bank lädt zum Picknick ein. Bitte denkt an ausreichend Mülltüten, denn es gibt leider keine Mülltonnen im Wald. Nach dem Picknick folgt ruhig noch ein paar Meter dem Waldweg. Linkerhand findet ihr den Wegweiser zu einem kleinen Talayot-Bauwerk, einer prähistorischen Kultur zwischen dem 13. Und 2 Jahrhundert v. Chr..

Folgt ihr dem Weg nach rechts, kommt ihr zu einem eindrucksvollen Flusslauf, in dem ihr die meiste Zeit des Jahres allerdings nur dicke Steinbrocken bewundern könnt. Zur Zeit der Regenfälle rauscht hier der Fluss entlang. Aber auch die Steine bieten allerhand Spaßfaktor für kleine Kletterer.

Junge mit Rucksack streichelt grauen Esel

Wieder zurück an der Picknickbank folgt nun dem Weg, der kurze Zeit später nach links abknickt. Nun findet ihr langsam wieder raus aus dem Wald und genießt vom Hügel einen tollen Blick über die Landschaft. Eine kleine Rast auf der Bank lohnt sich, um die Natur auf sich wirken zu lassen. Und wer weiß, vielleicht habt ihr Glück und bekommt noch Besuch von dem reizenden Esel, der auf der Finca lebt und sich immer über ein paar Streicheleinheiten freut.

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